Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Samstag, 29. November 2025
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Dienstag, 29. November 2016
Historisches Museum Uri zeigt Weihnachtsschmuck
Nach Stunden aufwendiger Vorbereitung eröffnet das Historische Museum Uri seine diesjährige Weihnachtsausstellung mit der Vernissage. Gezeigt werden bis am 8. Januar auserlesene Schmuckstücke aus der vielfältigen Sammlung, die der 2015 in Schattdorf verstorbene Pfarrresignat Hans Aschwanden dem Museum vermacht hat: Weihnachtsglockenspiele, Weihnachts- und Neujahrskarten aus der Wende des 19./20. Jahrhunderts, eine Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, aufklappbare Papierkrippen und Christbaumschmuck, vielfältig in der Machart, im Ausgangsmaterial und in den Motiven.
In ihrer Freizeit stellten Pfarrer Aschwanden und seine Schwester Marie dank ihres Interesses an Kunst und ihres handwerklichen Geschicks filigranen Weihnachtsschmuck her. Sie fertigten Christbaumschmuck aber nicht nur an, sondern begangen schon in jungen Jahren, Raritäten auf Flohund Antiquitätenmärkten in ganz Europa zu sammeln. Matthias Halter, Präsident des Historischen Vereins Uri, durfte gut 100 Vereinsmitglieder zur Vernissage begrüssen. Es war ihm eine besondere Ehre, Pfarrer Aschwandens Schwester, Cécile Bissig-Aschwanden, und seine Nichten und Neffen mit ihren Familien unter den zahlreichen Gästen willkommen zu heissen. In seiner Einführung in die Ausstellung wies Walter Bär auf einige Schmuckstücke besonders hin und wusste darüber Interessantes zu berichten. Bei den anschliessenden Rundgängen bestaunten die Besucherinnen und Besucher die heile Welt des Weihnachtsschmucks. «Ja, damals bei den Grosseltern ..., Sie haben auch noch ...», hörte man da und dort beim Bestaunen der rund 1000 Exponate. Das Museumswart-Paar Marlys und Kobi Arnold überraschte mit einem Apéro besonderer Art: Punsch, Schächentaler Kaffee, selbst gemachtes Weihnachtsgebäck und «Chiächli», eine alter Urner «Heelig-Aabed-Schpiis». Im damaligen Volksmund hiess es: «Wer am Heelig Aabed nit chiächlet, het ds ganz Jaar Hunger, dèm ergit s Jaar üss nit, dèr hed ä käi Sääg-n-im Ankä.»
Quellen / Literatur:
UW 96, 3.12.2016, S. 19.
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DAS HEUTIGE DATUM
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