Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 7. März 2007
Steinschlagschutz in Gurtnellen - Milder Winter macht Bauarbeiten flott
In Gurtnellen profitierte man vom milden Winter. Die Arbeiten für den Steinschlagschutz auf der A2 sind zügiger vorangegangen als geplant. Ende Dezember habe man bereits 80 Prozent der Bauarbeiten erledigt gehabt, sagt Kantonsingenieur Andreas Hurter. Im Frühsommer sollen alle baulichen Massnahmen abgeschlossen sein.
«Sie ist eine sehr erfreuliche Baustelle», sagt Kantonsingenieur Andreas Hurter. Er spricht von der Baustelle für den Steinschlagschutz auf der A2 bei Gurtnellen. Dank der milden Temperaturen dieses Winters konnte an mehr Tagen gearbeitet werden. Dies führte dazu, dass man bereits im Dezember rund 80 Prozent der baulichen Massnahmen umgesetzt hatte. «Wir haben mit einer eigentlichen Winterpause gerechnet», so Andreas Hurter. «Diese blieb jedoch weitgehend aus.» So oder so seien die Arbeiten bisher ohne jegliche Schwierigkeiten abgelaufen.
Im Frühsommer sollen nun alle baulichen Massnahmen fertiggestellt werden. «Wir rechnen damit, dass wir Ende Mai fertig sind», so der Kantonsingenieur. «Ob der letzte Draht im Mai oder im Juni gezogen wird, kann man jetzt jedoch noch nicht genau sagen.» Indessen sind die Arbeiten so weit abgeschlossen, dass die Sicherheit der Autobahn garantiert ist. «Seit den ersten Massnahmen ist ein minimaler Schutz gewährleistet gewesen», so Andreas Hurter. «Nur theoretisch hätten weitere Steine auf der Autobahn landen können.» Dennoch: Im Kanton Uri müsse man jederzeit mit Steinschlag rechnen. Ein absoluter Schutz gebe es nicht, und mit dem Klimawandel werde die Gefahr tendenziell steigen. Einzig ein Tunnel würde vor Felsstürzen schützen. Die Selbstgefährdung durch Eigenfehler der Automobilisten in einem Autobahntunnel wird aber insgesamt höher eingeschätzt als die Gefährdung durch Naturgefahren.
Weitere Gefahrenanalyse in Arbeit
Im Moment sind keine weiteren Massnahmen zum Schutz der Autobahn geplant. Der Bund, ab 1. Januar 2008 zuständig für die Nationalstrassen, arbeitet jedoch zurzeit an einer Gefahrenanalyse. Danach wird sich zeigen, ob weitere bauliche Schutzmassnahmen auf der Gotthardstrecke ausgeführt werden müssen.
Zum Jahrestag des Felssturzes vom 31. Mai 2006, in dem ein deutsches Ehepaar ums Leben kam, plant der Kanton die baulichen Massnahmen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. In welchem Rahmen dies passieren wird, ist zurzeit unklar.
Quellen / Literatur:
UW 17, 7.3.2007
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DAS HEUTIGE DATUM
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