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Sonntag, 8. März 2026

Samstag, 8. März 2008
Abstieg der 1. Liga Damen
Bereits eine Runde vor Abschluss der Meisterschaft steht für die Damen I des HC KTV Altdorf der Abstieg in die 2. Liga fest. Die Niederlage gegen den SG Malters/Menznau gibt den Rest.
Quellen / Literatur: UW 20, 15.3.2008

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Samstag, 8. März 2008
Vikar klaut aus Kollekte - fristlos entlassen
Vikar Leonard Ilechukwu Chidi wurde erwischt, wie er Geld aus der Kirchenkollekte gestohlen hat. Er hat gestanden. Seine Zukunft in der Schweiz bleibt ungewiss. Der junge Afrikanische Pfarrer, Leonard Ilechukwu Chidi, hat Geld aus der Kirchenkollekte entwendet. Das bestätigte am vergangenen Donnerstag die Bürgler Kirchenratspräsidentin Maria Gisler. «Es war klar, dass wir etwas unternehmen mussten», sagte sie gegenüber dem «Urner Wochenblatt». «Wir können ein solches Vergehen nicht tolerieren. Das Vertrauensverhältnis ist gestört.» Die fristlose Entlassung war der logische Schritt. Am 1. August 2007 hat er sein Amt übernommen. Jetzt muss er wieder gehen. Maria Gisler bedauert diesen Vorfall: «Wir haben uns gefreut auf Pfarrer Chidi und bei der Bevölkerung ist er gut aufgenommen worden.» Pfarrer Chidi habe seinen Fehltritt zugegeben und sich entschuldigt. Gestohlene Summe unklar Der Zwischenfall schien sich länger abzuzeichnen. Pfarrer Chidi hat nebst dem 60-Prozent-Pensum als Pfarrer in Seelisberg auch 40 Prozent als Vikar in Bürglen gearbeitet. Dem Pfarreisigrist ist nun aufgefallen, dass an Arbeitstagen des jungen Vikars die Kollekte weit geringer ausfiel. Er meldete seine Beobachtungen dem Bürgler Kirchenrat. Dieser sah sich verpflichtet, etwas zu unternehmen. Die Polizei wurde eingeschaltet. Am Sonntag, 24. Februar, konnte die Urner Polizei den Diebstahl eindeutig nachweisen. Wie viel Geld Pfarrer Chidi insgesamt entwendet hat, ist unklar. Niemand weiss, wie viel jeweils in den Kollektenkörbli steckte. Seither nicht mehr gesehen Die Kirchenratspräsidentin kann sich das Handeln des Pfarrers nicht erklären. Seit 10 Jahren ist die gebürtige Ostschweizerin im Kirchenrat vertreten. An solch eine Situation kann sie sich nicht erinnern. Sie habe den Vikar seit dem Vorfall nicht mehr persönlich getroffen. Ersatz gesucht Nun steht die Personalfrage im Raum. Leonard Ilechukwu Chidi muss ersetzt werden. Vorerst wird in Bürglen nach Aushilfen Ausschau gehalten. Durch die schlechte Personalsituation der Kirche wird die Suche nach einem geeigneten Nachfolger nicht einfach. Zu 60 Prozent arbeitet Leonard Chidi in Seelisberg als Pfarrer. Generalvikar Martin Kopp sagte auf Anfrage, dass Pfarrer Chidi nicht auf Dauer in Seelisberg bleiben könne. «Man kann auch bei einem Pfarrer in solchen Fällen kein Auge zudrücken», sagte er. In Seelisberg wird man nun eine baldige Ablösung in Betracht ziehen. Konkret heisst das: In zwei bis drei Monaten soll eine Zwischenlösung für die Kirchgemeinde gefunden werden. «Wir wollten ihm ein wenig Zeit lassen und einen würdigen Abschied erlassen», so der Generalvikar. «Aber auf die Schnelle einen neuen Pfarrer finden wird sehr schwierig.» Die Zukunft von Leonard Chidi bleibt indes unklar. Eine klare Lösung für den jungen afrikanischen Pfarrer ist bisher noch nicht gefunden. Chidi kehrte wiederum nach Nigeria zurück.
Quellen / Literatur: UW 18, 8.3.2008

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Samstag, 8. März 2008
Zentralschweizer Literaturförderung
Erstmals sind die Werkbeiträge im Haus für Kunst Uri übergeben worden. Unter den Ausgezeichneten waren die Urnerinnen Kristin T. Schnider und Lisa Elsässer-Arnold. Das Haus für Kunst in Altdorf bot am 8. März den idealen Rahmen für die Preisübergabe von Werkbeiträgen der Zentralschweizer Literaturförderung. Für Uri war nicht nur der ausgewählte Standort eine Ehre, sondern auch die Tatsache, dass sich unter den fünf Ausgezeichneten eine Bürglerin und eine Wassnerin befanden. Lisa Elsässer-Arnold dürfte einigen Urnern bekannt sein. Kulturdirektor Josef Arnold meinte in seiner Begrüssung, dass Literatur Aufmerksamkeit und Förderung verlange, denn Literatur begleite unser Leben, und innerhalb der Künste nehme sie eine besondere Stellung ein. Weiter meinte er: «Es braucht die Schreibenden. Sie tragen zu unserem Selbstverständnis bei, indem sie die Wirklichkeit beschreiben und reflektieren. Autorinnen und Autoren beleben unser kulturelles und politisches Leben und regen wiederum an zum Denken, Reden und Schreiben.» Wie sehr er recht hatte, zeigte die fundierte Laudatio von Dr. Dirk Vaihinger, Verlagsleiter und Jurypräsident. Vieles bleibt nebulös «Der Literaturbetrieb steckt voller Rätsel.» Bei 54 eingegangenen Werkbeiträgen hatte Dirk Vaihinger mit dieser Aussage sicher recht. Auflageplanung, Kritikerurteile, Publikumsgunst und Jury-Entscheide gehörten zu den unergründlichsten Rätseln, meinte er. Dabei sei nicht die Frage, warum man schreibe, massgebend, sondern der Vorgang der künstlerischen Initiation und der Inspiration. Wie aber der ästhetische Überschuss Mehrwert bringe oder das gewisse Etwas sich beim Leser niederschlage, dass er beeindruckt, beglückt, gerührt oder betroffen werde, bleibe nebulös. Dementsprechend waren die eingegangenen Werkbeiträge auch vielfältig. Die Wettbewerbstexte verrieten mit den beigefügten Erklärungen unterschiedliche Auffassungen. Das sei gut so, weil die Jury gezwungen sei, das zu würdigen, was sie als gelungen erachte und nicht das, was übereinstimmend mit einer unbekannten Logik der Eingebung zustande gekommen sei. Deshalb war die Jury bemüht, das ästhetische Erlebnis als primäres Urteilskriterium walten zu lassen, und hoffte damit, möglichst fair zu handeln.
Quellen / Literatur: UW 19, 12.3.2008

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021