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Mittwoch, 9. September 2026

Sonntag, 9. September 1798
Aufstand in Stans
Nidwalden leistet den Franzosen fanatischen Widerstand, Das traurige Resultat sind 464 Tote (davon 119 Frauen und 26 Kinder). Es brennen mehrere Kirchen und Kapellen sowie 600 Wohnhäuser.
Quellen / Literatur: Arnold, Helvetik, S. 81 ff; HB CH II S. 804.

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Sonntag, 9. September 1798
Massive Forderung nach einer Landsgemeinde
Jakob Hauser, Josef Maria Muoser und Albin Walker machen auf dem Hauptplatz in Altdorf das anwesende Volk mit dem dringenden Hilfsbegehren Nidwaldens bekannt. Darauf begeben sie sich mit vier weiteren Männern zum Unterstatthalter Lusser und fordern eine Landsgemeinde. Als Lusser dies verweigert, geben sie ihm eine Bedenkzeit, um am Nachmittag verstärkt zurückzukehren und unter Drohungen das gleiche Begehren zu wiederholen. Eine aufgebrachte Schar von ungefähr 80 Bauern aus verschiedenen Dörfern fordert zudem die Öffnung des Zeughauses. Da sich die Schlüssel im Hause des Altsäckelmeisters und Verwaltungskammer-Präsidenten Franz Martin Schmid befinden, müssen die beiden Beamten die wütende Menge zum Zeughaus begleiten. Dort wird Lusser so in die Enge getrieben, dass er die Einwilligung zur Landsgemeinde gibt, die auf seinen erzwungenen Befehl hin sogleich durch den Grossweibel auf den folgenden Tag angekündigt wird. Es werden Waffen und Munition an Leute abgegeben, die damit nach Nidwalden ziehen wollen. Einem guten Dutzend Männer wird sogar der geforderte Sold ausbezahlt. Zu einer grösseren, einheitlichen Aktion kommt es jedoch nicht, da ein wildes Durcheinander herrscht. Bei diesem Ausbruch der Volkswut zeigt sich zum ersten Mal offen die Erbitterung der Landleute gegen die Herren, die sich auch diesmal die grösste Zurückhaltung auferlegen und vor den Folgen eines Hilfszuges nach Nidwalden warnen.
Quellen / Literatur: Arnold, Helvetik, S. 83 f.

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Sonntag, 9. September 1798
Unruhen nehmen grösseres Ausmass an
Gegen Abend drohen die Unruhen in Altdorf grössere Ausmasse anzunehmen. Der Seedorfer Konrad Arnold, der tagsüber in Nidwalden gegen die Franzosen gekämpft hat, kommt von Pfarrer Käslin geschickt nach Uri, um Hilfe zu holen. Er bespricht seine Mission zuerst mit Spitalvogt Anton Arnold, der sich jedoch auf nichts einlassen will. Die zusammengerotteten Bauern senden Boten in alle Gemeinden, um die Sturmglocken zu läuten. In Altdorf bemühen sich Pfarrer Ringold und Altlandammann Jost Anton Müller vergebens, sie daran zu hindern. Daraufhin will der wilde Haufen, ohne die Landsgemeinde abzuwarten, nach Nidwalden ziehen. Aber zu diesem freiwilligen Zug finden sich nur knapp 20 Männer bereit, was die Erregung etwas dämpft. Die Schar bricht auf, erreicht jedoch Nidwalden nicht mehr. Die ersten Meldungen über die Greuel in Nidwalden treffen ein.
Quellen / Literatur: Arnold, Helvetik, S. 85 f.

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09.09.2026

Ereignisse vor einem Jahr
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026