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Mittwoch, 9. September 2026

Freitag, 9. September 2011
Heilpädagogisches Zentrum - Der Neubau als wahre Erfolgsgeschichte
600 Klein- und Schulkinder mit einer Behinderung oder einer Entwicklungsstörung lernen im neuen Therapiezentrum mit ihren Schwierigkeiten umzugehen. Am Wochenende wurde es eingeweiht. Am Freitagabend, 9. September konnte nach einer vierjährigen Planungs- und Bauzeit der Neubau der Therapiestelle des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) feierlich eröffnet werden. Das Gebäude ergänzt die älteren Gebäude und eine historische Trockenmauer zu einer ringförmigen Gesamtanlage. So entstand ein geschützter Ort mit einer grossen Grünfläche, der es leicht macht, sich zu orientieren und sich geborgen zu fühlen. Verwaltungsratspräsidentin Annemarie Pittet sprach bei der Begrüssung der Politprominenz und Gemeindevertreter von einer Erfolgsstory: «Heute können wir ein Bijou einweihen!» Mit den drei übereinander gelegten Stockwerkriegeln, der rhythmischen Holzfassade und den grossen Fensterflächen ist der Bau zum markanten Blickfang geworden. Die Kosten des Minergiebaus belaufen sich auf rund 10 Millionen Franken. Die Urner Bevölkerung stimmte am 27. September 2009 einem Kredit von 2.5 Millionen Franken mit einer Dreiviertelmehrheit zu. Weiter unterstützte die Korporation Uri und Ursern das Projekt mit namhaften Beiträgen. Den grössten Brocken der happigen Kosten brachte eine breit angelegte Sammelkampagne ein, die die Finanzierung sicherte. «Mit dem Neubau, ein Kind der Gemeinnützigen Gesellschaft Uri (GGU), gab die Institution den Kindern, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, mehr Platz und Raum für ihre Bedürfnisse», so Hansheiri Inderkum. Die GGU als Trägerin des HPZ Uri stellte das Bauland zur Verfügung. Landratspräsident Josef Schuler erinnerte sich, wie ein Kind der Therapiestelle ihm vor dem Neubau einmal sagte: «Äs bitzli alti Zimmär sind hiä, zBescht wär fir is, äs niws Hüüs!» Nun ist es soweit. Mitte Juni konnte der Neubau der Therapiestelle in Altdorf bezogen werden. In den hellen und luftig wirkenden Aufenthalts- und Spielbereichen können über 600 Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche mit einer Behinderung oder einer Entwicklungsverzögerung lernen und arbeiten, um besser mit ihren Schwierigkeiten umgehen zu können. Die gedämpften Farben entfalten eine ruhige Wirkung und lassen gleichzeitig spannende Kontraste zu, erklärte Architekt Niklaus Graber. Für Hugo Bossert, Geschäftsleiter und «Vater» des HPZ, ist ein Traum in Erfüllung gegangen: «Hier ist etwas scheinbar Unmögliches möglich gemacht worden!» Durch den Neubau sind die Wege zwischen Sonderschule und Therapiestelle kürzer geworden und dadurch mehr Kontakte möglich. Pfarrer Daniel Krieg fügte an: «Jesus stellte die Kinder und Randständigen immer ins Zentrum. Wir Erwachsene können von Kindern mit einer Behinderung oder einer Entwicklungsstörung lernen. Diese zeigen ihre Gefühle offen und ehrlich.» Während des Apéros und des Nachtessens wurden die Gäste von der Ländlerkapelle Echo vom Schilti und einer Schülergruppe der Sonderschule unterhalten. Anschliessend gab es ein Konzert von Daniel Fürer, der selber mit Symptomen von Autismus zur Welt kam. – Am «Tag der offenen Tür» am Samstag konnte die Bevölkerung das moderne Gebäude aussen wie auch innen besichtigen. Dazu wurden sie mit Ländlermusik, Risotto, Bratwürsten und thailändischen Spezialitäten verwöhnt.
Quellen / Literatur: UW 72, 14.9.2011

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Freitag, 9. September 2011
Musical Simba
Kunterbunte Kostüme, feurige Rhythmen und viele engagierte Spielerinnen und Spieler: Das Musical «Simba» entführt das Publikum im Theater(uri) in eine andere Welt. Die Steppe breitet sich vor dem Publikum aus – Felsen, Bäume und die Weite Afrikas. Und mitten drin tummeln sich wilde Tiere und fröhliche Dorfleute. Ein buntes Miteinander vereint auf der Bühne im Theater(uri). Dieses Bild präsentierte sich dem Publikum an der Premiere am Freitag, 9. September. Die anmutigen Gazellen, die wilden Äffchen, die imposanten Elefanten und die tanzenden Kinder sorgen im aufwendigen Bühnenbild für echtes Steppen-Feeling. Mit dem Musical «Simba» ist es der Theatergruppe Eigägwächs gelungen, mit Tanz, Musik und Gesang das Publikum in eine andere Welt zu entführen. Die Solistinnen und Solisten überzeugen mit ihrem engagierten Einsatz, sowohl stimmlich als auch spielerisch. Für Gänsehaut sorgen insbesondere die gesanglichen Einsätze von Marcel Ulrich in der Hauptrolle als Löwenkönig Simba und Lise Kerkhof als Tumbili-Äffchen. Das Ensemble unter der Leitung von Michel Truniger sorgt mit feurigen Rhythmen und sanften Klängen dafür, dass das «Afrikafieber» endgültig ausbricht. Jede Darstellerin, jeder Darsteller schlüpft gekonnt in die Rolle als Erdmännchen, Storch, Dorfbewohner oder Tourist. Unter der Regie von Lory Schranz verzauberten die insgesamt 144 Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und erwachsenen Menschen mit einer Behinderung das Publikum vom ersten Trommeln bis zum letzten Ton. Die Geschichte handelt von Simba, dem König des Löwenlandes. Das Zusammenleben der Tiere in der Steppe ist friedlich. Doch plötzlich ist da diese silbrig glänzende Schlange. Eine Ölleitung windet sich durch das Löwenland. Als das Wasser schwarz und die Tiere krank werden, soll Simba die «Silberschlange» besiegen. Doch er muss sich nicht alleine auf den Weg machen, um das Rätsel der Schlange zu lösen: Das Geierpaaar Tai und Taia (Roby Arnold und Beatrice Gasser-Christen), Tumbili, und das Stachelschwein Nungu Nugu (Jacqueline Gisler-Widmer) begleiten Simba auf seinem Weg, um Löwenland zu retten. Doch Chui, der Panther, wartet darauf, den Löwen scheitern zu sehen, um selbst König der Tiere zu werden.
Quellen / Literatur: UW 72, 14.9.2011

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Freitag, 9. September 2011
Strahlerverordnung soll angepasst werden
Grosse Kristallfunde sollen neu von mehreren Experten bewertet werden. Das schlägt der Engere Rat vor. Er folgt damit einem Postulat von Korporationsrat Peter Arnold. «Funde von seltener Schönheit und erheblichem Umfang sind von mehreren Experten zu bewerten.» Diese Änderung in der «Verordnung über das Suchen von Kristallen und Mineralien auf dem Gebiete der Korporation Uri» schlägt der Engere Rat vor. Bisher wurden auch grosse Funde nur von einem einzigen Experten beurteilt. Mit der Änderung soll eine genauere Schätzung des Wertes eines Kristallfundes möglich sein. Gemäss der bestehenden Strahlerverordnung muss bei Funden, deren Wert 1000 Franken übersteigt, eine Fundgebühr entrichtet werden. Diese beträgt 10 Prozent des Mehrwertes des Fundes. An der Höhe der Gebühr soll nichts geändert werden, wie der Engere Rat betont. Neu in die Verordnung aufgenommen werden soll aber die Regelung, dass die Fundgebühr auch dann zu bezahlen ist, wenn ein Fund nicht verkauft wird. «Das entspricht der bisherigen Praxis und stellt keine Neuerung dar», erklärt der Präsident der Strahlerkommission, Hans Traxel, auf Anfrage. Beim Einschätzungsverfahren selber will der Engere Rat keine weiteren Anpassungen vornehmen, wie er in seinem Bericht betont: «Die Steine werden unmittelbar nach dem Ablad, in der Regel durch den Helikopter, vor Ort einzuschätzen sein.» Dieses System sei einfach und unbürokratisch und weise ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis auf. «Der Engere Rat ist der Meinung, dass mit der neuen Regelung das Vertrauensverhältnis zu den Strahlern aufrecht erhalten werden kann. Es führt schlussendlich vielleicht zu mehr Meldungen von grossen Funden und damit Einnahmen für die Korporation Uri, als wenn restriktivere oder kompliziertere Abgabemodalitäten in Kraft gesetzt würden», heisst es im Bericht. Die Anpassung der Strahlerverordnung geht auf ein Postulat von Peter Arnold zurück. Dieses war im Juni 2010 nur ganz knapp überwiesen worden. Der Korporationsrat wird sich in seiner Sitzung vom 23. September zudem mit mehreren Allmendabgaben und -vergabungen beschäftigen. So ersucht die SAC Sektion Uto um eine Abgabe von 60 Quadratmetern im Baurecht für die Erweiterung der Voralphütte. Geplant ist ein Anbau für den Hüttenwart. Die SAC Sektion Affoltern am Albis möchte 82 Quadratmeter Allmendfläche erwerben. Sie werden für den Anbau der Treschhütte im Fellital benötigt. Im Weiteren will die Einwohnergemeinde Silenen im Rahmen des Quartiergestaltungsplanes Schattigmatt 2153 Quadratmeter Allmendland erwerben. Der Korporationsrat berät an seiner Session ebenfalls einen Beitrag von 40 000 Franken für die Sanierung der Waldstrasse Erstfeldertal-Bruustwald. Der Beginn der Sanierungsarbeiten an dem 1982 erbauten, 2 Kilometer langen Strassenstück ist auf den Herbst geplant. Insgesamt kostet das Projekt 500 000 Franken. Traktandiert ist zudem die Wahl der Energiekommission der Korporation Uri für die kommenden vier Jahre.
Quellen / Literatur: UW 71, 10.9.2011

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026