URNER WIRTSCHAFT

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URNER FIRMEN

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Die wichtigsten Energieträger in Uri

 Betrachtet man die Energiequellen nach ihrem eigentlichen Ursprung, ergibt sich ein überraschend übersichtliches Bild. Ein grosser Teil der auf der Erde verfügbaren Energie stammt direkt oder indirekt von der Sonne: Sonnenstrahlung, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Muskelkraft und letztlich auch die in fossilen Brennstoffen gespeicherte Energie. Daneben stehen vor allem Erdwärme, Kernenergie und die durch die Gravitation von Mond und Sonne verursachte Gezeitenenergie.

Für Uri steht kein Atomkraftwerk und das Land am Gotthard liegt fern vom Meeresstrand. Kern- und Meeresenergie stehen somit in keiner direkten Beziehung zu Uri. Kernenergie beruht nicht auf chemischen Reaktionen, sondern auf Veränderungen von Atomkernen. In heutigen Kernkraftwerken wird hauptsächlich Uran gespalten. Dabei werden grosse Energiemengen frei, die zunächst Wasser erhitzen. Der entstehende Dampf treibt Turbinen und Generatoren an, die elektrischen Strom erzeugen. Kernenergie besitzt eine sehr hohe Energiedichte, ist jedoch aufgrund radioaktiver Abfälle, Sicherheitsfragen und hoher Anlagekosten mit besonderen Anforderungen verbunden.

Eine Sonderstellung nimmt die Meeresenergie ein. Wellen entstehen hauptsächlich durch Wind und sind damit indirekt von der Sonne abhängig. Meeresströmungen haben verschiedene Ursachen. Die Gezeiten dagegen werden vor allem durch die Gravitation des Mondes und zusätzlich der Sonne verursacht. Ebbe und Flut können deshalb mit Gezeitenkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt werden.

Wasserkraft aus Fliessgewässern
  
Fliessendes Wasser gehört zu den ältesten vom Menschen genutzten Energiequellen. Seine Energie entsteht durch die Bewegung des Wassers und besonders durch den Höhenunterschied zwischen einem höher und einem tiefer gelegenen Punkt. Je grösser die Wassermenge und je stärker das Gefälle sind, desto mehr Energie lässt sich gewinnen. Im Gegensatz zu Holz, Kohle oder Erdöl wird dabei kein Energieträger verbraucht: Das Wasser fliesst nach seiner Nutzung weiter. Die Wasserkraft gehört deshalb zu den erneuerbaren Energiequellen.

In dem Gebirgskanton Uri waren die Voraussetzungen für die Nutzung der Wasserkraft besonders günstig. Zahlreiche Bäche und Flüsse überwinden auf kurzer Strecke grosse Höhenunterschiede. Die Reuss bildet das wichtigste Fliessgewässer des Kantons, daneben boten Seitenbäche wie der Schächen, der Alpbach, der Palanggenbach oder die Gewässer des Urserntals Möglichkeiten zur Energiegewinnung. Allerdings schwankte die Wasserführung stark. Schneeschmelze und Niederschläge konnten grosse Wassermengen bringen, während im Winter kleinere Bäche deutlich weniger Wasser führten.

Über Jahrhunderte wurde die Energie der Urner Gewässer vor allem mechanisch genutzt. Wasser wurde aus einem Bach in einen künstlichen Kanal (Dorfbach in Altdorf und Schattdorf) oder eine Rinne abgeleitet und auf ein Wasserrad geführt.

Die künstlichen Kanäle bedeuteten - wenn sie offen geführt waren - vor allem bei Kindern ein Sicherheitsrisiko. Es gab einige Fälle von Ertrinkungstod. War das Wasser zu stark verunreinigt, war es ein Krankheitsher (Typhus).

Die Drehbewegung des Rades konnte über Wellen, Zahnräder und Riemen unmittelbar auf Maschinen übertragen werden. Damit wurden beispielsweise Getreidemühlen, Sägen, Stampfen, Schmieden und andere gewerbliche Einrichtungen angetrieben. Die Wasserkraft ersetzte einen beträchtlichen Teil der menschlichen und tierischen Muskelkraft. Ein entscheidender Nachteil bestand jedoch darin, dass die Arbeitsmaschine in unmittelbarer Nähe des Gewässers stehen musste. Energie konnte damals kaum über grössere Distanzen transportiert werden.

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gewann die Wasserkraft zusätzlich an Bedeutung. Verbesserte Wasserräder und später Turbinen ermöglichten eine wesentlich effizientere Nutzung. Gerade für Uri war dies wichtig, denn der Kanton verfügte kaum über eigene Kohlevorkommen, dafür aber über reichlich Wasser und grosse Gefällestufen. Fabriken und Gewerbebetriebe konnten die heimische Wasserkraft für ihre Maschinen einsetzen.

Eine grundlegende Veränderung brachte gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Verbindung von Wasserturbine und elektrischem Generator. Nun musste die Wasserkraft nicht mehr direkt mechanisch am Ort des Wasserrades genutzt werden. Die Turbine setzte einen Generator in Bewegung, der die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelte. Über Stromleitungen konnte diese Energie anschliessend zu Haushalten, Gewerbebetrieben, Fabriken und Verkehrsanlagen transportiert werden. Damit wurde aus dem örtlich gebundenen Fliessgewässer ein Energielieferant für eine ganze Region.

 
ENERGIE IN URI

Übersicht

ENERGIEQUELLEN

Erdwärme
Muskelkraft
Sonnenkraft
Wasserkraft
Windkraft

ENERGIETRÄGER

Holz
Nahrung (Tierkraft)
Fliessgewässer (Wasserräder)
Kohle
Erdöl
Strom

ENERGIEGESCHICHTE

Vor der Industrialisierung
Entwicklung der Wasserkraft
Grosskraftwerke

ENERGISCHE BEREICHE

Privater Haushalt und Wohnbereich
Industrie und Gewerbe
Verkehr
Tourismus
Landwirtschaft
Büro
Kommunikation

STROMPRODUKTION

Firmen
Kraftwerke, Übersicht
Kraftwerke, Einzeln
Bäche mit Wasserfassungen

ELEKTROINSTALLATIONEN

Firmen

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / letzte Aktualisierung: 22.1.2019