Die wichtigsten Energiequellen in Uri
Energiequelle, Wasserkraft
Fliessendes Wasser gehört zu den ältesten und zuverlässigsten Energiequellen der Menschheit. Schon früh lernte man, seine Kraft mit Wasserrädern zu nutzen. Tag für Tag, Sommer wie Winter, trieben sie Mühlsteine, Sägen, Schmieden, Stampfen sowie zahlreiche weitere Maschinen des Gewerbes an. Wo natürliche Bachläufe fehlten oder nicht genügend Wasser führten, entstanden kilometerlange Kanäle und künstliche Wasserläufe, welche das Wasser gezielt zu Mühlen und Werkstätten in den Dörfern leiteten. Die Wasserkraft war jedoch lange Zeit an den Ort gebunden, an dem das Wasser floss.
Einen grundlegenden Wandel brachte das späte 19. Jahrhundert. Nun konnte die Energie des Wassers mithilfe von Turbinen in mechanische Rotationsenergie und über Generatoren in elektrische Energie umgewandelt werden. Voraussetzung dafür war, dass das Wasser über Druckleitungen oder Stollen mit möglichst grossem Gefälle den Kraftwerken zugeführt wurde. Die erzeugte Elektrizität liess sich anschliessend über Hochspannungsleitungen über weite Entfernungen transportieren. Dadurch wurde die Wasserkraft unabhängig vom Standort des Flusses und entwickelte sich zur wichtigsten erneuerbaren Energiequelle der Schweiz.
Kein anderer Kanton der Innerschweiz nutzt die Wasserkraft so intensiv wie Uri. Die grossen Niederschlagsmengen, zahlreiche Gebirgsbäche sowie die grossen Höhenunterschiede bieten ideale Voraussetzungen für leistungsfähige Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke. Heute erzeugen 16 grössere Wasserkraftwerke im Kanton jährlich über 1'550 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Damit produziert Uri ein Mehrfaches seines eigenen Strombedarfs und zählt zu den bedeutendsten Stromlieferanten der Schweiz.
Ähnlich verhält es sich mit der Wasserkraft. Fliessendes oder fallendes Wasser besitzt Bewegungs- beziehungsweise Lageenergie. Wasserräder ermöglichten seit Jahrhunderten den direkten Antrieb von Mühlen, Sägen, Schmieden und anderen Maschinen. Mit Turbinen und Generatoren wird Wasserkraft heute überwiegend in elektrische Energie umgewandelt. In Gebirgsländern wie der Schweiz besitzt sie aufgrund der grossen Höhenunterschiede und der zahlreichen Gewässer eine besonders hohe Bedeutung.
Von besonderer Bedeutung für Uri war die Wasserkraft. Die Reuss und ihre zahlreichen Seitenbäche besitzen aufgrund der grossen Höhenunterschiede ein beträchtliches Energiepotenzial. Lange bevor Elektrizität erzeugt wurde, nutzte man die Bewegungsenergie des Wassers unmittelbar mit Wasserrädern. Sie trieben Mühlen, Sägen, Schmieden und andere gewerbliche Einrichtungen an. Der Standort eines Betriebs war deshalb häufig davon abhängig, ob genügend fliessendes Wasser zur Verfügung stand. Mit der Einführung von Turbinen und Generatoren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert änderte sich die Nutzung grundlegend: Aus der mechanischen Kraft des Wassers wurde elektrische Energie. Diese konnte über Leitungen transportiert und weit entfernt vom Kraftwerk eingesetzt werden. Damit entwickelte sich die Wasserkraft zu einer der bedeutendsten einheimischen Energiequellen Uris.
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