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Die wichtigsten Energiequellen in Uri

Energiequelle, Erdwärme
  
Eine von der Sonnenstrahlung weitgehend unabhängige Energiequelle ist die Erdwärme oder Geothermie. Im Innern der Erde sind grosse Wärmemengen gespeichert. Sie stammen teilweise aus der Entstehungsgeschichte der Erde und zu einem bedeutenden Teil aus dem Zerfall radioaktiver Elemente. Diese Wärme kann oberflächennah beispielsweise mit Wärmepumpen oder in geeigneten Regionen über tiefere Bohrungen genutzt werden. Je nach Temperatur dient sie zum Heizen oder auch zur Stromproduktion.

Erdwärme stammt einerseits aus der Entstehungszeit unseres Planeten, andererseits entsteht sie bis heute durch den natürlichen Zerfall radioaktiver Elemente im Erdinnern. Je tiefer man in den Untergrund vordringt, desto höher wird im Allgemeinen die Temperatur. Diese Wärme kann zum Heizen von Gebäuden, zur Warmwasserbereitung und – bei sehr hohen Temperaturen – auch zur Stromproduktion genutzt werden. Im Gegensatz zu Erdöl, Erdgas oder Kohle gilt Erdwärme bei nachhaltiger Nutzung als erneuerbare Energiequelle.

Im Kanton Uri ist vor allem die oberflächennahe Geothermie von Bedeutung. Dabei wird die im Boden und im oberflächennahen Fels gespeicherte Wärme genutzt. Am häufigsten geschieht dies mit Erdwärmesonden, die in Bohrlöchern meist mehrere Dutzend bis einige Hundert Meter tief in den Untergrund reichen. In den Sonden zirkuliert eine Flüssigkeit, die Wärme aus dem Gestein aufnimmt und zu einer Wärmepumpe transportiert. Diese hebt die relativ niedrige Temperatur auf das für Heizung und Warmwasser benötigte Niveau an. Die Wärmepumpe benötigt dafür elektrische Energie. Besonders günstig ist die Gesamtbilanz, wenn dieser Strom aus erneuerbaren Quellen stammt – in Uri bietet sich dabei insbesondere die heimische Wasserkraft an.

Für Uri ist die Nutzung der Erdwärme aufgrund der alpinen Geologie besonders interessant, gleichzeitig aber auch anspruchsvoll. Der Untergrund besteht vielerorts aus Fels und weist unterschiedliche geologische Formationen, Grundwasserverhältnisse und tektonische Strukturen auf. Deshalb kann nicht an jedem Standort ohne Weiteres eine Erdsonde gebohrt werden. Vor einer Anlage müssen die geologischen und gewässerschutzrechtlichen Verhältnisse abgeklärt und die notwendigen Bewilligungen eingeholt werden. In geeigneten Gebieten können Erdwärmesonden jedoch eine langfristige und platzsparende Möglichkeit zur Beheizung von Wohnhäusern und anderen Gebäuden darstellen.

Historisch ist die Geothermie in Uri eine vergleichsweise junge Energieform. Die Nutzung der Umwelt- und Erdwärme gewann erst mit der Entwicklung leistungsfähiger Wärmepumpen grössere Bedeutung. Seit dem ausgehenden 20. und besonders im 21. Jahrhundert werden Wärmepumpen zunehmend als Ersatz für fossile Heizungen eingesetzt. Damit verändert sich auch die Energiekette: Statt einen Brennstoff im Gebäude zu verbrennen, wird vorhandene Wärme aus Boden, Fels, Grundwasser oder Umgebung mit Hilfe von Elektrizität auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht.

 
ENERGIE IN URI

Übersicht

ENERGIEQUELLEN

Erdwärme
Muskelkraft
Sonnenkraft
Wasserkraft
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ENERGIETRÄGER

Holz
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Kohle
Erdöl
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ENERGISCHE BEREICHE

Privater Haushalt und Wohnbereich
Industrie und Gewerbe
Verkehr
Tourismus
Landwirtschaft
Bürolandschaft
Kommunikation

STROMPRODUKTION

Energie vor der Industrialisierung
Entwicklung der Wasserkraft
Bau der Grosskraftwerke
Kraftwerke, Übersicht
Kraftwerke, Einzeln
Bäche mit Wasserfassungen
Firmen

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / letzte Aktualisierung: 16.08.2026