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Archäologische Fundgegenstände in Uri

Waffen
In der Steinzeit bestanden Waffen überwiegend aus organischen Materialien und aus Stein. Holz, Knochen und Geweih sind im Boden meist vergangen.
Speer und Wurfspeer gehören zu den ältesten Jagd- und Kampfwaffen. Der Schaft bestand aus Holz, während die Spitze zunächst aus zugespitztem Holz, später häufig aus Feuerstein, anderem geeigneten Gestein oder Knochen gefertigt wurde. Speere dienten vor allem der Jagd auf grössere Tiere, konnten aber auch im Kampf eingesetzt werden.
Eine entscheidende Verbesserung brachte Pfeil und Bogen. Kleine, sorgfältig zugeschlagene Steinspitzen wurden mit Pflanzenfasern, Sehnen und Klebstoff am hölzernen Pfeilschaft befestigt.
Mit der Bronzezeit, in Uri ungefähr 2200/2000 bis 800 v. Chr., trat ein grundsätzlich neuer Werkstoff auf. Bronze ist eine Legierung hauptsächlich aus Kupfer und Zinn. Sie konnte gegossen, nachbearbeitet und erneut eingeschmolzen werden. Damit entstanden Waffenformen, die mit Stein nur schwer oder gar nicht herzustellen waren. Zu den typischen Waffen der Bronzezeit gehören: Dolch, Schwert, Speer und Lanze, Pfeil und Bogen.
Schwerter hatten zusätzlich eine gesellschaftliche Funktion. Der Besitz einer aufwendig hergestellten Bronzewaffe konnte Rang, Wohlstand und Macht des Trägers ausdrücken.

ARCHÄOLOGISCHE FUNDGEGENSTÄNDE

Bronzedolch vom Urnerboden
Zeit: Bronzezeit
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Im Wängiswald auf dem Urnerboden wurde in einer Karrenspalte unter dem Wurzelgeflecht einer vom Winde gefällten Wettertanne eine bronzene Dolchklinge aus der Zeit um 1500 v. Chr. gefunden.
Fundort: Spiringen; Urnerboden
Fundjahr:
Standort: Schweizerisches Landesmuseum, Zürich
Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.
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Bronzedolch von Realp
Zeit: Bronzezeit
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: In Realp wurde zwischen Bahnhof und Furkatunneleingang ein Bronzemesser gefunden, das ins 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.
Fundort: Realp; Dorf
Fundjahr:
Standort: Talmuseum Ursern, Andermatt
Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.
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Bronzemesser
Zeit: Bronzezeit
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Das prunkvolle Bronzemesser wurde zusammen mit Gebeinen und weiteren Grabbeigaben schon vor Jahrhunderten gefunden und mit der Jagdmattlegende in Zusammenhang gebracht. Es hat eine Gesamtlänge von 28 cm, die Klinge allein misst 17,3 cm. Klinge und Griff sind getrennte Teile, sie wurden im so genannten Verbundguss miteinander vereinigt. Die Klinge ist mit einem Gravurmuster aus gereihten Halbbogen gezeichnet. Der rippen- und strichverzierte Griff hat volutenförmig eingerollte Enden. Das Prunkmesser wird ins 10. Jahrhundert v. Chr. datiert.


Fundort: Erstfeld; Jagdmatt
Fundjahr:
Standort: ?
Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte von Uri, Bd. 1, S. 15.
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Silex-Pfeilspitze
Zeit: Jungsteinzeit (Neolithikum)
Material: Stein, grau
Beschrieb: Feuerstein-Pfeilspitze aus der Jungsteinzeit, um 2000 v. Chr. Sie wurde 1955 beim Ausbau der Gotthardstrasse im «Mätteli» oberhalb Hospental von einem Arbeiter gefun-den. Ein vorzeitlicher Jäger mag sie verloren haben, als er auf der Suche nach Nahrung das Urserntal durchstreifte. Die Pfeilspitze ist die erste fassbare Spur eines Menschen im Gebiet des heutigen Kanton Uri.
Fundort: Hospental; Gotthardmätteli
Fundjahr: 1955
Standort: Historisches Museum Uri, Altdorf
Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte von Uri, Bd. 1, S. 11 f. www.hvu.ch.
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LITERATUR ZUR URNER FRÜHGESCHICHTE

Auf der Maur Christian , Diaz Tabernero José und Meier Mohamed Gabi; Archäologische Spuren einer Kulturlandschaft. Zur Nutzung und Begehung des Urserntals bei Hospental seit dem Mittelalter; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Auf der Maur Christian und Cornelissen Marcel unter Mitarbeit von Brönnimann David; Die spätmesolithische und bronzezeitliche Fundstelle Hospental-Moos. Ein Einblick in das urgeschichtliche Urserntal; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Bieri Anette; Eine karolingische Kreuzfibel aus Schattdorf - ein überraschender Neufund; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Haas Jean Nicolas, Wahlmüller Notburga, Vaccaro Christina, Dietre Benjamin und Hajdas Irka; 7000 Jahre Vegetationsgeschichte des Urserntals anhand palynologischer und grossrestanalytischer Untersuchungen an den Torfsedimenten aus der Flur Moos zwischen An
Primas Margarita, Della Casa Philippe, Schmid-Sikimic Biljana; Archäologie zwischen Vierwaldstättersee und Gotthard. Siedlungen und Funde der ur- und frühgeschichtlichen Epochen; Bonn 1992.
Renner-Aschwanden Felix; Landschafts- und Waldgeschichte des Urserntals; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Brunni- und Schächental, Haldi und Surenenpass; Altdorf 2009.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Urnerboden - Zingel; Altdorf 2011.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Ursern; Altdorf 2010.
Winet Ines, Diaz Tabernero José und Deschler-Erb Eckhard; Römer in Ursern - die römischen Prospektionsfunde aus Hospental; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.

 
FUNDGEGENSTÄNDE

Grabstätten
Schmuck
Siedlungen, Feuerstellen
Waffen
Werkzeuge, Geräte

FUNDORTE

Fundorte

Zeugen der Geschichte im Historischen Museum Uri.

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 18.4.2015