Archäologische Fundgegenstände in Uri
ARCHÄOLOGISCHE FUNDGEGENSTÄNDE
Gewandlochhalsnadel
Zeit:
Bronzezeit
Material:
Metall (Bronze)
Beschrieb:
In einem Bächlein hinter dem Stäfeli in Niedersurenen wurde eine um 1450 v. Chr. zu datierende Gewandlochhalsnadel gefunden. Ihr leicht verdickter, fein durchbohrter Hals ist durch spiralig aufsteigende, schraffierte Bänder, welche durch feine Querstrichgruppen eingefasst sind, verziert.
Fundort:
Attinghausen; Surenen
Fundjahr:
Standort:
Historisches Museum Uri, Altdorf
Literatur:
Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.
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Goldringe von Erstfeld
Zeit:
Uri in der Zeit der Kelten
Material:
Metall (Gold)
Beschrieb:
Am 20. August 1962 wurde bei Baggerarbeiten im untersten Teil des Lochertales in Erstfeld ein grosser Goldschatz entdeckt. Unter einem mächtigen Stein versteckt lagen vier Halsringe (sogenannte Torques), ein schwerer Armring und zwei leichtere Ringe, welche wohl als Knöchelschmuck dienten. Die Schmuckstücke stammen aus der späten Eisenzeit und werden in die Zeit zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. datiert. Sie stellen den bedeutendsten frühkeltischen Goldfund im Alpenraum dar.
Der Herstellungsort ist unbekannt. Die Halsringe zeichnen sich durch ihre aussergewöhnliche handwerkliche Qualität aus. Sie sind mit mythologischen und pflanzlichen Motiven reich verziert und zeigen die hohe Kunstfertigkeit der keltischen Goldschmiede. Solche Torques waren weit mehr als Schmuckstücke: Sie galten als Zeichen von Macht, Reichtum und gesellschaftlichem Rang und wurden vermutlich von Angehörigen der keltischen Elite getragen.
Die Umstände der Niederlegung geben bis heute Rätsel auf. Da die Goldringe bewusst zusammen an einem abgelegenen Ort deponiert wurden und keine Hinweise auf eine Siedlung oder ein Grab vorliegen, vermuten Fachleute, dass es sich um eine kultische Opfergabe handelte. Möglicherweise wurde der Schatz an einer wichtigen Alpenroute niedergelegt, um Schutz und Beistand der Götter für die Überquerung der Berge zu erbitten.
Der Goldschatz von Erstfeld belegt eindrücklich, dass die Alpen bereits in vorgeschichtlicher Zeit ein bedeutender Verkehrs- und Handelsraum waren. Heute wird der Fund als herausragendes Meisterwerk der keltischen Goldschmiedekunst betrachtet und gehört zu den wertvollsten archäologischen Zeugnissen der Schweiz. Die Originale werden im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich aufbewahrt und sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes des Kantons Uri.
Fundort:
Erstfeld; Lochertal
Fundjahr:
1962
Standort:
Landesmuseum, Zürich; Historisches Museum Uri, Altdorf (Kopien)
Literatur:
Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte von Uri, Bd. 1, S. 19 ff.
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Mohnkopfnadel
Zeit:
Bronzezeit
Material:
Metall (Bronze)
Beschrieb:
Die Gewandnadel gehört zu den sogenannten Mohnkopfnadeln, welche den Namen aufgrund ihrer Formähnlichkeit mit einer Mohnkapsel erhalten haben. Die Nadel misst 16,2 cm. Der etwas abgeflachte Kopf ist 18 mm hoch bei einem Durchmesser von 3 0 mm. Kopf und Nadelschaft sind quergerippt.
Fundort:
Bürglen; Bürglen, Dorf
Fundjahr:
1898
Standort:
Historisches Museum Uri, Altdorf
Literatur:
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Spirale
Zeit:
Bronzezeit
Material:
Metall (Bronze)
Beschrieb:
Die Spirale ist ein Bruchstück eines Doppelspiralhakens, welche die Kleider der damaligen Menschen schmückten. Der Durchmesser der Spirale beträgt 7,3 cm.
Fundort:
Bürglen; Bürglen, Dorf
Fundjahr:
1898
Standort:
Historisches Museum Uri, Altdorf
Literatur:
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LITERATUR ZUR URNER FRÜHGESCHICHTE
Auf der Maur Christian , Diaz Tabernero José und Meier Mohamed Gabi; Archäologische Spuren einer Kulturlandschaft. Zur Nutzung und Begehung des Urserntals bei Hospental seit dem Mittelalter; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
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Auf der Maur Christian und Cornelissen Marcel unter Mitarbeit von Brönnimann David; Die spätmesolithische und bronzezeitliche Fundstelle Hospental-Moos. Ein Einblick in das urgeschichtliche Urserntal; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
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Bieri Anette; Eine karolingische Kreuzfibel aus Schattdorf - ein überraschender Neufund; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
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Haas Jean Nicolas, Wahlmüller Notburga, Vaccaro Christina, Dietre Benjamin und Hajdas Irka; 7000 Jahre Vegetationsgeschichte des Urserntals anhand palynologischer und grossrestanalytischer Untersuchungen an den Torfsedimenten aus der Flur Moos zwischen An
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Primas Margarita, Della Casa Philippe, Schmid-Sikimic Biljana; Archäologie zwischen Vierwaldstättersee und Gotthard. Siedlungen und Funde der ur- und frühgeschichtlichen Epochen; Bonn 1992.
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Renner-Aschwanden Felix; Landschafts- und Waldgeschichte des Urserntals; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
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Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Brunni- und Schächental, Haldi und Surenenpass; Altdorf 2009.
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Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Urnerboden - Zingel; Altdorf 2011.
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Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Ursern; Altdorf 2010.
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Winet Ines, Diaz Tabernero José und Deschler-Erb Eckhard; Römer in Ursern - die römischen Prospektionsfunde aus Hospental; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
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FUNDGEGENSTÄNDE
FUNDORTE

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